Geschichte des Altkirch's

National und Suisse

Im Jahr 1913 wurde mit dem Bau der Schoellenenbahn begonnen. Aus Platzgründen mussten zuvor private und miltärische Gebäude abgerissen werden. Abgebrochen werden musste daher auch das Restaurant National. Besitzer war damals Aldo Brianza.

Die Bewilligung, auf der anderen Strassenseite ein Restaurant aufzubauen, übertrug er der Familie Schibli. 1912/13 wurde das Restaurant Suisse erbaut - die Geburtsstunde des heutigen "Gasthaus Altkirch".

Nach Kriegsbeginn und nach der Mobilmachung 1914 rückten immer mehr Soldaten in Andermatt ein und die Gaststube im "Suisse" genügte der Nachfrage nicht mehr. Ein Saalanbau am nördlichen Hausteil schaffte vorerst wieder mehr Platz. Auch an der Ostseite vergrösserte die Familie Schibli ihr Haus. In den neu entstandenen Zimmern wurden kranke Soldaten betreut.

Nach Kriegsende und nach dem Tod ihres Vaters geriet die Familie Schibli in arge finanzielle Schwierigkeiten und der Konkurs konnte nicht mehr vermieden werden.

Restaurant Regli, Restaurant Altkirch (Fredi der Erste)

Walter Regli-Gartenmann, Landjäger in Andermatt, ersteigerte im Auftrag seines Sohnes Alfred und dessen Braut Marie-Louise Furrer das Haus. 1923 übernahmen sie das bereits renovationsbedürftige Suisse. Es blieb dann in der Folge 36 Jahre lang ihr Zuhause.Während kurzer Zeit hiess das Gasthaus "Restaurant Regli".

Inspiriert durch die Nähe der Kolumbanskirche, aber auch um Verwechslungen aus dem Weg zu gehen, gab die junge Wirtin dem Restaurant den Namen Altkirch. Die erneute Mobilmachung veränderte die Lebensgewohnheiten im Altkirch schlagartig. Da im Kasernenareal für die anreisenden Soldaten zuwenig Schlafgelegenheiten zur Verfügung gestellt werden konnten, bezogen die Militärs im Altkirch ihre Unterkunft. Mit der nach Kriegsende fälligen Renovation der Gasträumlichkeiten erhielt der Saal auch eine neue Kegelbahn. 1959 baute sich die erste Generation der Regli im östlichen Hausteil ihr Stöckli aus.

Restaurant Altkirch (Fredi der Zweite)

1959 übernahm die zweite Generation, Alfred Regli und seine Frau Therese das Restaurant. Gaststube, Saal, Küche und Keller wurden modernisiert. Die Schützen der Fortwache Andermatt erhielten ihren eigenen Kranzkasten und ihr Stammlokal. Im unterdessen verwaisten "Stöckli" der Eltern wurden komfortable Gästezimmer eingerichtet, da durch den zunehmenden Reiseverkehr über die Pässe immer mehr Ferienreisende ein gemütliches und preisgünstiges Nachtquartier benötigten.

Gasthaus Altkirch (Fredi der Dritte)

 

Mit Alfred (der Dritte), Fredi genannt, übernahm 1978 die dritte Generation das Altkirch. Zunächst wurde die Küche auf den neuesten Stand umgebaut. Seither waltet Fredi als Küchenchef. Was er mit Freude in seiner Küche zubereitet, serviert sein Personal mit viel Charme den immer zahlreicher werdenden Gästen.

1993 erhielten die Gasträumlichkeiten ein völlig neues Gesicht. Fredi, der Wirt, verstand es ausgezeichnet, dem Saal und dem Restaurant ein harmonisches Spiel zwischen Farbe und Form zu verpassen, wodurch ein heimeliges und doch modernes Interieur entstand. Auch heute noch, vor allem bei den alteingessessenen Andermatter geht man nicht ins Altkirch, sondern ins "Schibli" und so erstaunt es nicht, dass Fredi halt "dr Schibler" ist. Er hat sich mit diesem Namen identifiziert und beweist damit auch die Verbundenheit zum Ursnertal und seinen Bewohnern.